So besänftigst du Körper, Kopf und Seele, wenn es dir

schwer fällt, weniger zu essen

 

Heute bekam ich eine Hilfe-Mail von einer Klientin, die vor zwei Wochen begonnen hat, ihr Essen nach unserem Dr.-Ambrosius-Baukastenplan zusammenzustellen. Die erste Woche war ganz gut gelaufen. Das erlebe ich ziemlich oft. Der Motivationsschwung sorgt dafür, dass es uns ziemlich leicht fällt, in unserem Alltag durchzuputzen. Das mit den neuen Besen….

Aber in der zweiten Woche war Alarm. So richtig mit einem Körpergefühl, das HUNGER HUNGER HUNGER schrie. Und dazu führte, dass sie zwar weiter nach Plan isst, aber es richtig anstrengend und frustrierend ist.

Und weil das bei dir ja vielleicht auch so ist, dass du vor einigen Wochen mit einer (guten) Diät oder vielmehr einer Ernährungsumstellung gestartet bist, habe ich einfach mal meine Tipss aus der Antwortmail ein bißchen erweitert und hoffe, sie nützen Dir auch.

 

Das kannst Du tun, wenn dein Körper HUNGER schreit.

Dein Körper steht in ständigem Austausch mit deinem Kopf/Verstand und mit deiner Seele. Im guten Fall kommunizieren sie so miteinander, dass sie ein Team bilden. Mit den Tipps erreichst du hoffentlich eine Besserung sowohl für deinen Körper-Hunger als auch für die „anhängenden“ Gedanken und Gefühle.

Zuerst ist es gut, das Gefühl Hunger tatsächlich einmal so neutral wie möclich wahrzunehmen. Nur deinen Körperwahrnehmen  und beobachten. Dazu hilft

ATMEN. Tief ausatmen.

Dreimal mindestens. Du darfst in diesem Moment ruhig auch mit dem Ausatmen in dir zusammensinken, den Rücken rundmachen und den Kopf hängenlassen. So richtig überteiben.  Danach kannst du meistens gar nicht anders als deine Lungen wieder mit Luft zu füllen und dich aufzurichten. Vielleicht hebt sich am Ende sogar dein Kopf wieder. Beobachte mal, welche Haltung du am Ende des bewussten Atmens einnimmst. Wenn dir bewertende Gedanken und Gefühle kommen, kannst du sie im Idealfall einfach nur registrieren. Du kannst auch in Gedanken einfach beschreiben, was du spürst („mein Magen macht Geräusche. Unterhalb der Rippen zieht siich etwas zusammen…“) Und dann kannst du handeln.

 

Verschaffe dir Zeit

Fütter deinen Kopf mit der Information, dass Heißhungergefühle nach 15 Minuten weg sind – und deine Seele mit dem Versprechen, dass sie gehört wird. Stell dir eine Stoppuhr (Achtung, nicht den Timer ;)) und mache bewusst etwas anderes. Wenn es etwas Schönes ist wie ein bis zwei Lieblingslieder von deiner Playlist zu hören, prima. Aber auch Altpapier oder die Wäsche wegzuräumen funktioniert. Geh auf jeden Fall weg von Kühlschrank und Brotkasten. Schau nach einer Weile auf die Stoppuhr. Wenn 15 Minuten um sind, stell dich noch einmal ruhig und aufrecht hin und spüre in deinen Körper.

Wenn du echten Körper-Hunger hast

Wenn du in deiner Ernährungsumstellung deutlich weniger isst als dein Körper gewohnt ist, ist ein Hugergefühl völlig normal. Dein Körper merkt, dass etwas anders ist als bisher und sagt dir Bescheid. Wunderbar, er funktioniert! Und dass er das in der Anfangseuphorie der ersten Woche vielleicht nicht gemacht hat, ist auch nicht ungewöhnlich. Da waren noch die „Flitterwochenhormone“ aktiv ;).  Bei Hunger kannst du nochmal unterscheiden zwischen dem, der ab und zu mal auftaucht und dem generellen Gefühl, das bei jeder Mahlzeit kommt.

 

Das hilft dir bei akutem Hunger

Wenn du echten körperlichen Hunger hast, kannst du kurz überlegen, was dir normalerweise ein gutes Sättigungsgefühl gibt. Bei mir sind es Mandeln oder Nüsse, da nehme ich mir gezielt eine kleine (!) Handvoll mit etwas Obst dazu. Vielleicht ist es bei Dir 1/2 Scheibe Brot mit Käse und Möhre…Such dir etwas aus, das du wirklich kauen musst. Wenn du  mit einem Ernährungplan arbeitest, kannst du dir eine zuätzliche Zwischenmahlzeit machen. Die liegen von den Kalorien meistens zwischen 250 kcal und 300 kcal. Setz dich In Ruhe hin, gib dir die Erlaubnis, das jetzt zusätzlich zu essen (wahrscheinlich liegst du in deinem Gesamtkalorien pro Tag immer noch deutlich unter dem, was du vor deiner Ernährungsumstellung egeessen hast!!) und genieße es. Nach einer halben Stunde kannst du nochmal nachspüren. Wie das gut geht, habe ich in einem meiner #bestlinehameln- Videos * beschrieben. Hier kannst du es direkt bei Youtube ansehen.

 

Das hilft, wenn du bei jeder Mahlzeit Hunger hast

Wenn du bei jeder Mahlzeit das Gefühl hast, dass du zu wenig auf dem Teller hast – und es nach 1/2 Stunde immer noch so ist (siehe im Video oben) , kann es sein, dass es dir besser tut, die Portionen, die du dir selber ausgesucht hast oder die dein Ernährungsplan vorsieht, eine zu große Umstellung sind, um deinem Körper gut zu tun. Dann kannst du beobachten, welche Bestandteile deiner Mahlzeit du etwas vergrößerst. Wenn dein Magen noch auf ein großes Volumen gepolt ist, hilft mehr Gemüse. Wenn du nicht lang genug satt bist, kannst du auch den Eiweißanteil oder moderat den Kohlenhdratanteil erhöhen (oder  – falls du es noch nicht gemacht hast – auf Vollkorn umsteigen). Mnachmal braucht es auch ein bißchen (!) mehr Fett, damit das Mundgefühl und die Sättigung stimmen. Hier gibt es leider nicht DEN Trick für alle. Wenn du dazu Fragen hast, können wir gern in einem persönlichen Gespräch mal auf dein Protokoll schauen. Hier kannst du dir einen Termin für kostenfreien Check per Telefon oder Zoom buchen.

 

Das hilft, wenn der Hunger von Kopf oder Seele kommt

Vielleicht hast du schon bemerkt, dass hinter deiner Hungerwahrnehmung ein Gefühl auftaucht – oder sogar mehrere. Ich mache ja im Moment bei meinem eigenen Bestline-Abnehmkurs in Hameln mit und bin ganz faziniert, welche Mangel-Gedanken, Trostwünsche oder Frustbewältigungshoffnungen da hochkommen – und welche anderen faszinierenden schönen Gedanken sich da mittlwerweile auch in meinem Kopf breitmachen. Einen, mit dem ich richtig Spaß hatte, möchte ich mal mit dir teilen. Vielleicht kannst du ja auch etwas damit anfangen.

„Oh Klasse, ich habe Hunger. Das bedeutet, dass mein Körper jetzt an die „Speisekammer“= meine Reservepolster gehen darf, um seinen Bedarf zu decken. Super, dafür sind die Reserven ja da – die muss ich ja gar nicht mehr horten! Wie das geht, bekommt er auch in den nächsten Tagen raus. Klar, dass das nicht sofort flutscht. Die Speisekammertür muss sich bestimmt erst wieder daran gewöhnen, sich zu öffnen.“

 

Wie ist deine Anti-Hunger-Strategie?

Ich hoffe, dass dir diese Tipps ein paar neue Infos, Ideen und ein postives Gefühl geben, wenn du auch gerade in der Essens-Veränderungs-Phase steckst. Brauchst du übrigens noch eine Planungshilfe, weil du das in Eigenregie machten möchtst? Hier kannst du dir den Besser-Essen-Planer herunterladen:

Besser-Essen-Planer herunterladen

Da es ja noch unendlich viel mehr Möglichkeiten gibt, freue ich mich natürlich, wenn du deinen persönlichen Hunger-Bewältigungs-Tipp in den Kommentaren mit uns teilst.