Ob du es nun Heißhunger, Japp, Jieper, Guster oder Fress-Flash nennst: dieser Drang nach (zu) viel Essen oder Dingen, von denen du weißt, dass sie nicht wirklich gesund sind ist für manche Leute auch nach der Adipositas-OP noch da. Oder er kommt nach einigen Monaten Pause wieder. 

Alles reine Kopfsache? Nach meiner Erfahrung: nein. Der Kopf kommt im Wettrennen um die Entscheidung, was du isst, sowieso erst ziemlich weit hinten. Körper und Gefühl sind einfach schneller und schicken den Befehlt „Iss!“ in Bruchteilen von Sekunden an deine Hand und deinen Mund. 

Als ersten Teil meines Monatsthemas „Heißhunger – was tun bei Japp, Fressflash und Co“ habe ich mal bei den körperlichen Ursachen geschaut und die wichtigsten Tipps im Video zusammengefasst. 

Hier nochmal die Zusammenfassung (schaut ruhig mal ins Video, da ist es noch ausführlicher ):

 

Regelmäßig essen

Dabei ist es wirklich eine sehr persönliche Sache, ob du eher 3 oder eher 5 Stunden Pausen zwischen deinen Mahlzeiten lässt. Nur ZU lang sollte sie nicht sein. Wer den ganzen Tag vergisst zu essen, ist anfälliger für die Körperantwort: Essen! Schnell Verdauliches! Jetzt!

 

Genug essen

Das ist besonders in der ersten Zeit nach der Adipositas-OP gar nicht so leicht, weil  der Magen erstmal nur Minimengen aufnehmen kann. Oft ist das Hungergefühl erstmal (fast) weg. Aber wenn nicht bzw. wenn du noch vor der OP stehst, kann es den gleichen Effekt haben wie beim ersten Punkt. 

 

Lebensmittel richtig auswählen

Eine richtige Mahlzeit besteht aus mehreren Komponenten. Selbst ein gesunder Apfel kann, je nachdem, wie dein Körper so „tickt“, eine Einladung zum Heißhunger sein. Die Mischung aus eiweißhaltigen Lebensmitteln, Ballaststoffen aus Gemüse und Obst, langsamen Kohlenhydraten und einer kleinen Menge guten Fettes macht einfach anders satt als ein Schokoriegel, ein schnelles Brötchen oder einem Low-Carb-Würstchen. 

Wenn du es mal selber überprüfen möchtest, kannst du dir hier einen „Besser-essen-Planer“ herunterladen.

 

Dauerbrenner: genug getrunken?

Nach der Adipositas-OP ist das mit dem Trinken besonders wichtig – und für viele eine echte Herausforderung, weil du zu den Mahlzeiten nichts trinken solltest – andererseits aber noch genauso viel Wasser brauchst wie vor der Operation. Gar nicht so einfach, da auf die empfohlenen 1,5 bis 2 Liter zu kommen. Aber wenn du dir deinen Kopf zu Hilfe holst und dich bei einem Japp fragst: „wann habe ich das letzte getrunken?“ – oder dir eine Spielregel gibst: „Immer wenn die Lust auf xxx kommt, trinke ich erst einmal 3 Schluck Wasser und warte ab“, kannst du nur gewinnen. Du verbesserst deine Trinkbilanz, gibst dir Zeit zu überlegen, ob das Lust-Essen jetzt wirklich sein „muss“ – und wenn du am Ende entscheidest: „Jawoll, ich will das!“, hat dir das Wasser zu einer bewussten Entscheidung verholfen.

 

Live-Calls: so schaffst du es, die Tipps auch umzusetzen

Ich wette, die meisten Tipps kennst du schon. Und wenn du zu denjenigen gehörst, bei denen es mit der Umsetzung öfter mal nicht so läuft, lade ich dich zu meinen Live-Calls ein. Einmal pro Woche biete ich im Moment eine offenes Treffen per Zoom an (Video-Gruppentreffen), bei dem wir uns über deine Fragen austauschen und du am Ende eine oder zwei direkt umsetzbare Schritte für dich herausgefunden hast. Hier findest du die aktuellen Termine und den Zugangslink.

Kleiner Teaser: in der nächsten Woche ist das Thema: Ess-Gelüste: nur eine (blöde) Gewohnheit? Dazu kommt auch noch ein Blogartikel.

Ich hoffe, dir ist beim anschauen oder lesen eine Idee gekommen, wie du mit gutem Essen deinen Heißhunger in ein echtes Genuss-Essen verwandeln kannst! Bestimmt gibt es noch mehr Tipps. Hast du mit einem Lebensmittel oder auch einem anderen „Trick“ deine Essgelüste abgebaut? Dann lass uns gern in den Kommentaren deinen Tipp wissen.

Für heute genussvolle Grüße,

Antje